Google, Facebook & Co. - eine Bedrohung für die Privatsphäre?

Es ist schwierig heute noch die Dienste der großen Internetkonzerne zu meiden, denn selbst ohne die Nutzung sozialer Netzwerke, verwenden Sie Google & Co. bereits im Infotainment-System Ihres aktuellen Wagens, in Ihrer neuen intelligenten Uhr, jeden Tag als Suchmaschine oder Übersetzungsdienst im Urlaub und das alles völlig kostenlos. Selbstverständlich müssen diese Dienste auch irgendwie refinanziert werden, sonst wären Jahresumsätze im Bereich der 60 Milliarden US-Dollar schwer zu realisieren. Etwa die Hälfte des Jahresumsatzes wird mit Werbediensten erzielt, wie AdWords oder AdSense. Um Werbung möglichst effektiv einzusetzen, muss sie zielgerichtet und personalisiert platziert werden und dafür werden detaillierte Benutzerprofile benötigt, die Google über Nutzerverfolgung anlegt. Diese personalisierten Datenmengen verleihen eine enorme Macht, wie hier eindrucksvoll beschrieben wird. Dennoch haben Sie die Möglichkeit sich dagegen zu wehren, indem Sie diese Dienste nicht mehr oder nur noch anonymisiert nutzen. Obwohl es teilweise sehr wenige Alternativen gibt und diese oft auch nicht ganz so komfortabel sind, haben Sie die Möglichkeit zu entscheiden. Mithilfe von strengen Datenschutzgesetzen und Strafen, bei Verstößen gegen diese Gesetze, lassen sich diese Probleme zumindest eindämmen. Wenn staatliche Überwachungsdatenbanken aber mit privatwirtschaftlichen Nutzerdaten erweitert werden, wie es in den USA bereits gang und gäbe ist, birgt das ein enormes Missbrauchsrisiko und führt zur erheblichen Schwächung der freiheitlich-demokratischen Grundordnung. Denn internationale Großkonzerne können zwar Ihr komplettes digitales Leben monetarisieren, aber sie können Sie nicht inhaftieren oder durchsuchen, auf Basis vager Vermutungen, die sich auf Ihre Onlineaktivitäten beziehen. Google & Co. sind eine Bedrohung für die Privatsphäre, aber Sie haben die Wahl!

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